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Silberfische bekämpfen – Ursachen, Tipps & wirksame Mittel

Nahaufnahme eines Silberfischchens (Lepisma saccharina) auf hellem Untergrund.

Silberfische (lateinisch Lepisma saccharinum, englisch: silverfish) gehören zu den ältesten Insekten der Erde – seit über 300 Millionen Jahren existieren sie. Auch heute sind sie noch in fast jedem Haushalt zu finden. Viele Menschen fragen sich daher: Was tun gegen Silberfische? Sind sie harmlos oder sollte man sie besser bekämpfen?


In diesem Beitrag erfährst du alles Wichtige – von den Ursachen über typische Verstecke und wirksame Hausmittel bis hin zu professionellen Methoden, mit denen du Silberfische dauerhaft loswirst.



Inhaltsverzeichnis







Wie sehen Silberfische aus und besteht Verwechslungsgefahr?

Silberfische sind kleine, flügellose Insekten mit einem silbrig-weiß glänzenden, schuppenbedeckten Körper, der sich fischartig bewegt. Sie werden etwa 10 bis 15 Millimeter lang, haben lange Fühler und drei fadenförmige Anhängsel am Hinterleib. Man kann sie vor allem in dunklen, feuchten Räumen wie Badezimmern oder Kellern antreffen.


Umgangssprachlich werden die Silberfische auch Silberfischchen, Silberling oder Zuckergast genannt. In manchen Regionen werden sie auch Fischchen oder Papierfischchen genannt. Wobei letzteres nur sehr ähnlich aber etwas größer (bis zu 20 mm) ist. Meist auch etwas dunkler gefärbt und behaarter als Silberfische. Verwechslungen sind daher, insbesondere mit dem Papierfischchen, das ähnlich aussieht, jedoch in trockeneren Umgebungen lebt, möglich. Auch Staubläuse oder andere silbrig glänzende Insekten können auf den ersten Blick ähnlich aussehen.




Warum habe ich Silberfische im Haus?

Viele fragen sich: Wie kommen Silberfische ins Haus? Die Antwort: Sie nutzen jede Gelegenheit – offene Fenster und Türen, Ritzen, Rohre oder Kartons. Auch mitgebrachte Bücher, Zeitungen oder Lebensmittelverpackungen können sie einschleppen. Von wo kommen Silberfische also? Meist aus feuchten, dunklen Nischen oder direkt aus der Nachbarwohnung über Lüftungsschächte.


Die wichtigsten Faktoren:

1.    Hohe Luftfeuchtigkeit (75 – 95 %):

→ Typisch: Silberfische in Badewannen, Küchen oder Kellern.

 

2.    Wärme (20-30 Grad Celsius)

→ Warme Räume, besonders mit schlechter Belüftung, sind ideale Lebensräume für die kleinen Tierchen.

 

3.    Nahrungsquelle

-       Stärkehaltigen Stoffen (Papier, Tapeten, Bücher, Kleister)

-       Hautschuppen und Haare

-       Schimmelpilzen

-       Zuckerhalten Resten und Krümeln (Zucker, Mehl, Nudeln)

 

4.    Versteckmöglichkeiten

→ Sie mögen dunkle, enge Spalten und Ritzen, zum Beispiel unter Fußleisten, hinter Tapeten oder in schlecht gewarteten Möbeln. Sie meiden Licht und verstecken sich tagsüber.

 

5.    Schimmel

→ Silberfische deuten oft auf hohe Feuchtigkeit hin – in manchen Fällen sogar Schimmelbefall


Sind Silberfische gefährlich?

Die gute Nachricht: Silberfische sind für den Menschen nicht gefährlich! Sie beißen nicht, übertragen keine Krankheiten und haben sogar einen kleinen Nutzen, da sie Schimmel, Hausstaubmilben und Hautschuppen fressen. Aus ökologischer Sicht könnte man sie daher sogar als natürliche „Putztruppe“ bezeichnen.

Trotzdem gelten sie als Lästlinge. Ein starker Befall kann zu Schäden an Papier, Tapeten und Büchern oder Verpackungsmaterial und ggf. deren Inhalte führen. Besonders unangenehm: Sie vermehren sich sehr schnell, da Weibchen bis zu 100 Eier legen können. Ein großes Problem ist auch, dass die kleinen Tiere sich meist verstecken. Bekommen sie also eins oder mehrere Exemplare zu Gesicht, ist der Befall meist schon stark fortgeschritten. Auch auf Reddit diskutieren Betroffene regelmäßig, wie schwer es ist, Silberfische loszuwerden.


Silberfische bekämpfen – was hilft wirklich?

Viele suchen nach einem Mittel gegen Silberfische. Die Bandbreite reicht von Hausmitteln bis hin zu professionellen Methoden.


Hausmittel gegen Silberfische

  • Lavendel, Essig oder Zitrone: abschreckend durch Geruch

  • Kartoffelfalle: halbierte Kartoffel lockt Silberfische an

  • Honigfalle: klebrige Süße auf Papier oder Folie

  • Spülmittel: oft wird gefragt: Können Silberfische an Spüli sterben? – Ja, sie können in einer Spülilösung ersticken, aber es ist keine nachhaltige Methode.

  • Kieselgur: ein bewährtes Pulver, das Silberfische austrocknet


Technische Hilfsmittel

  • Spezielle Silberfisch-Leimfallen (Monitoringfallen): Flache Klebefallen mit stärke-/zuckerbasiertem Lockstoff zur Befallskontrolle und Teilreduktion; unter Sockelleisten, hinter Möbeln, bei Rohrdurchführungen platzieren. (Keine Pheromonfallen nötig/üblich.)


Obige Methoden helfen dabei, Silberfische zu lokalisieren oder kurzfristig zu reduzieren, reichen aber meist nicht aus, um einen Befall vollständig zu beseitigen. Auch wenn die Ursache behoben ist: Die äußerst langlebigen Insekten verenden auch nach Monaten leider nicht von selbst. Bis zu 8 Jahre alt kann und wird ein Silberfisch werden, wenn er nur an und ab mal ein paar Haare oder Hautschuppen findet.


Wenn die Silberfische trotz wiederholter Maßnahmen nicht verschwinden oder in großer Zahl auftreten, sollte ein Profi gerufen werden.


Ein professioneller Schädlingsbekämpfer kann die Ursachen des Befalls gezielt analysieren und geeignete Maßnahmen ergreifen, die über einfache Hausmittel hinausgehen. Während die obig erwähnten Klebefallen und Lockstoffe nur einzelne Tiere fangen kann ein Experte langfristige Lösungen bieten, indem er versteckte Nistplätze ausfindig macht und nachhaltige


Bekämpfungsmethoden einsetzt. Zudem verfügen Fachleute über zugelassene Insektizide, die sicher angewendet werden und nicht die Gesundheit der Bewohner gefährden.


Besonders in sensiblen Bereichen wie Küchen, Lebensmittelbetrieben oder Altbauten ist es wichtig, den Befall frühzeitig einzudämmen, um größere Schäden oder hygienische Probleme zu vermeiden.




Silberfische in der Wohnung – was tun?


Zusammengefasst:


1.    Luftfeuchtigkeit senken (Stoßlüften, Entfeuchter, Schimmel bekämpfen).

2.    Futterquellen entfernen (Boden sauber halten, Lebensmittel verschließen).

3.    Ritzen abdichten (Fußleisten, Fliesen, Tapeten).

4.    Fallen oder Mittel gezielt einsetzen.

5.    Bei starkem Befall: Profi einschalten.


Wenn Sie trotz aller Tipps weiterhin Silberfische entdecken, stehe ich Ihnen als professioneller Schädlingsbekämpfer zur Seite. Kontaktieren Sie mich gerne für eine Beratung oder eine gezielte Bekämpfung.

 
 
 

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